| Das Pulvermaar liegt ungefähr einen Kilometer in östlicher Richtung von Gillenfeld im Kreis Daun in einem ringsum von hohen Kraterwänden eingeschlossenen Kessel. Es ist das schönste und größte Eifelmaar. Der Wasserspiegel erstreckt sich 410 m über dem Meeresspiegel über 36 ha und bildet fast einen Kreis. Die Wassermenge beträgt bei einer Tiefe von 74 m 13.170.000 m³. Die steil abfallende Kraterwand liegt in ihrem höchsten Punkte 70 m höher als der Wasserspiegel. | ![]() |
Abb. 1: Einzugsgebiet des
Pulvermaares (aus Scharf 1987)
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Geographische Kenndaten
Das Pulvermaar ist mit seiner fast kreisrunden Form ein
Musterbeispiel für ein Maar und einen tiefen Maarsee. |
| Mit einer größten Tiefe von 74 m ist das Pulvermaar der
tiefste deutsche See nördlich der Alpen, wenn man von den Alpenvor- randseen absieht. Das Pulvermaar war bis 1942 sogar noch tiefer: 78 m. Damals hatte die Chemisch- Physikalische Versuchsanstalt der Marine in Kiel Unterwasserminen im Pulvermaar getestet. Als Folge dieser Unterwasser- sprengungen ist der Wasserspiegel um rund 4 m abgesunken. Nach dem zweiten Weltkrieg ist der Wasserspiegel abermals abgefallen. Am Pulvermaar befindet sich seit 1928 ein Wasserwerk, dessen Wasserentnahmen nach dem Kriege so gesteigert wurden, daß mehr Wasser entnommen wurde als durch den Regen nachgeliefert wurde. Als Folge ist der Wasserspiegel um mehrere Meter gesunken. Im Jahr 1980 wurde im Kreis Daun die Trinkwassergewinnung umgestellt. Seitdem erfolgt aus dem Pulvermaar eine geringere Wasserentnahme. Der Maarwasserspiegel hat sich gegenüber dem Tiefstand im Jahr 1979 um rund 1,7 m gehoben, wodurch die Erlen am Ufer zum Teil im Wasser stehen. |
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Das Pulvermaar ist nicht nur absolut, sondern auch in Beziehung zur Seeoberfläche sehr tief. Die größte Tiefe beträgt mehr als 10% des mittleren Durchmessers der Seeoberfläche. Von 86 europäischen Seen (Siebeck 1982) gibt es nur fünf, bei denen dieses Verhältnis über 10% ist. Hierzu gehören das Weinfelder, das Gemündener und das Ulmener Maar. Alle diese Seen neigen zur unvollständigen Durchmischung (Meromixie). |
| Die theoretische Wassererneuerungszeit, also die Zeit, in der der gesamte Wasserkörper durch zufließendes und abfließendes Wasser theoretisch einmal ausgetauscht ist, ist beim Pulvermaar mit rund 70 Jahren ungewöhnlich lang. Eingetragene Stoffe werden erst nach vielen Jahrzehnten wieder aus dem See ausgeschwemmt. Zum Vergleich sei die Wassererneuerungszeit vom Tegernsee mit 1,25 Jahren angeführt. In den Tegernsee fließt also jährlich etwa die Wassermenge zu, die seinem Seevolumen entspricht. Beim Tegernsee war es möglich, die Wasserbe- schaffenheit dadurch zu verbessern, dass man die Abwässer der anliegenden Gemeinden in einer Ringkanalisation zusammenfasste und am See vorbeileitete. Durch die kleine Wassererneuerungszeit waren alle belastenden Stoffe innerhalb weniger Jahre aus dem See ausgeschwemmt. Aus dieser Gegenüberstellung wird deutlich, wie gefährlich sich eine Belastung für das Pulvermaar auswirken muß | |
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Scharf, B.W. (1987):
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Link - Wasserqualität - Pulvermaar |