Tourismus

„Blaue Augen der Eifel“ werden die Maare genannt, die unsere Region so prägen.
Die Ferienregion “Rund ums Pulvermaar” liegt im Südteil des “Westeifeler Vulkanfeldes”. Vor mehr als 20.000 Jahren haben heftige Vulkanausbrüche eine einzigartige Landschaft geformt und damit eine wundervolle Idylle geschaffen, die heute den besonderen Reiz unserer Region darstellt.
So entstanden die vielen Maare, die teils mit Wasser gefüllt, oder als Trockenmaare heute verlandet sind. Das Pulvermaar ist der tiefste See nördlich der Alpen und ist mit seinem glasklaren Wasser eine der großartigsten Naturschönheiten unserer Region.
Die Ferienregion “Rund ums Pulvermaar” hat aber noch viel mehr zu bieten: Ausgedehnte Wanderungen, Radtouren auf bestens ausgebauten Radwegen, zahlreiche kulturelle Angebote, Städtetouren ins nahegelegene Trier oder Luxemburg – bei uns wird es niemandem langweilig.
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Touristinfo
Öffnungszeiten:
Di. – Sa., 09.30 – 11.30 Uhr
E-Mail: Touristinfo.Gillenfeld@vgdaun.de

Das Pulvermaar

Charakteristisch sind die fast kreisrunde Form und die steilen trichterförmigen Wände. Nach dem Bodensee und den Voralpenseen ist das Pulvermaar der tiefste natürliche See Deutschlands.
Wasserfläche: 33,5 ha
max. Wassertiefe: 74 m,
Nutzung: Schwimmen, Angeln, Wandern, Bootfahren

 

 

Das Holzmaar

Besinnlichkeit, Ruhe und Erholung vermittelt Ihnen ein Spaziergang um das unter Naturschutz stehende Holzmaar. Im dichten Schilf ziehen Haubentaucher ihre Jungen auf und Familie Erpel bereitet den Nachwuchs auf ein Leben ohne den elterlichen Schutz vor. Petri-Jünger finden hier ihr Anglerglück, das Holzaar ist ein wahres Angelparadies. Auf den rundum angebrachten Ruhebänken erfreut sich der Gast dieser Idylle und kann seine Seele „baumeln“ lassen.

Wasserfläche: 5,8 ha, Trichtertiefe: 51 m,
max. Wassertiefe: 20 m
Zufluß über den Sammetbach. Der Wasserstand kann über ein Wehr reguliert werden.
Nutzung: Wandern, Angeln.

Die Trockenmaare –
Dürre Maar und Hetschen Maar

Westlich des Alftals liegen in einer Vulkangruppe nebeneinander aufgereiht drei Maare: das Holzmaar, das Dürre Maar und das Hetschen Maar. Sie sind nacheinander entlang der geologischen Störungslinie entstanden: Zuerst im Nordwesten das Hetschen Maar, dann das Dürre Maar und zuletzt das Holzmaar im Südosten. Die vulkanische Tätigkeit wanderte also von Nordwesten nach Südosten. Das Hetschen Maar („Hetsche“ = mundartlich für Kröte) ist damit das älteste Maar und das Holzmaar das jüngste innerhalb dieser Maargruppe. Diese drei Maare sind während der Weichsel-Kaltzeit entstanden und sind vermutlich älter als 20.000 Jahre.

Die Altersabfolge der drei Maare läßt sich aus der Überlagerungsabfolge der Tuffe ableiten. So werden die Tuffe des Hetschen Maares von den Tuffen des Dürren Maares überdeckt und die Tuffe des Dürren Maares wiederum durch die Tuffe des Holzmaares, die demnach zuletzt ausgeworfen worden sind.

Der Radweg mit Eisenbahnbrücke

Die Eisenbahnbrücke (im Volksmund auch „Eisenbrücke“ genannt), wurde im Jahre 1908 mit dem Bau der Eisenbahnlinie Daun – Wittlich erbaut. Heute überquert die Eisenbrücke im „Dicken Büsch“ nicht mehr die Eisenbahnlinie, sondern den Maare-Mosel-Radweg. Sie beeindruckt jeden Radfahrer und Wanderer mit ihrem imposanten und historischen Bauwerk.

 

 

Steipen-Heiligenhäuschen

Der Ursprung des Steipen-Heiligenhäuschen geht auf das 15. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit zogen Pilger auf der dort gelegenen Straße zum Grab des Apostels Matthias nach Trier und stellten eine Muttergottes-Figur in eine Baumhöhle an der Stelle des heutigen Heiligenhäuschens auf. Der Überlieferung nach ist der Name Steipen-Heiligenhäuschen darauf zurückzuführen, dass ein vorangegangener Bau des heutigen Heiligenhäuschens auf „Steipen“ (Stelzen) errichtet wurde. Im Jahre 1789 wurde dann das Steipen-Heiligenhäuschen im Rahmen einer Volksmission von einer Familie (Name unbekannt) in Fachwerkskonstruktion erbaut. Im Jahre 1915 ließ die Familie Nikolaus Mais, aus einem Kriegsversprechen heraus, die leeren Felder der Fachwerkkonstruktion des Denkmals ausbauen. Zu allen Zeiten fanden sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger, die das Steipen-Heiligenhäuschen in Eigeninitiative renovierten und pflegten.

Dank dieser Pflege steht es heute als Kulturdenkmal mit viel Geschichte im Lauberwäldchen am Holzmaar. Viele gläubige Menschen verweilen dort täglich im Gebet und stellen Kerzen sowie Bitt- und Danktafeln auf.

Ruheoase am Ortseingang

Das Heiligenhäuschen am Ortseingang (Pulvermaarstr.) mit den Statuen des hl. Martins und der Darstellung der Flucht der hl. Familie nach Ägypten ist eine der 7-Kreuze-Gebetsstationen, bei denen gläubige Menschen Hilfe in ihrer Not im Gebet erbitten.

Dem Wanderer bieten die danebenstehenden Kastanienbäume mit weit ausladenden Kronen an heißen Sommertagen eine schattige Rast.

 

 

Juseps-Heiligenhäuschen

Das Juseps-Heiligenhäuschen wurde von drei Gebrüdern der Familie Zillgen im Jahre 1908 erbaut. Die Gebrüder Zillgen lösten mit dem Bau des Heiligenhäuschen ein Versprechen ein. Das Juseps-Heiligenhäuschen wurde aus dem Gesteinsmaterial der nahe gelegenen Eisenbahnbrücke erbaut. Man schließt daraus, dass es sich um das gleiche Baujahr handelt. Auch vom Maare-Mosel-Radweg ist das Kleinod am Waldrand zu erkennen und zu erreichen. Es bietet jedem Wanderer und Radfahrer eine Oase der Ruhe und des stillen Gebetes.

 

 

Die Grotte am Kirchberg

Die Grotte am Kirchberg ist eine Nachahmung der Wallfahrtsgrotte von Lourdes. Sie entstand in den Jahren 1934 – 1936 nach einer Idee von Dr. Keller, damaliger Pastor von Gillenfeld. Dr. Keller wollte mit dem Bau der Grotte ein Zeichen setzen, um dem Abwerben der Jugend durch das damalige politische System für dessen Ideologien entgegenzuwirken. Zu diesem Zwecke und vor allen Dingen zur Förderung der Vereinsarbeit und des Zusammenhalts der kath. Jugend gewann der kämpferische Pastor tatsächlich die Dorfjugend für seine Idee, am Kirchberg eine Grotte zu errichten. Nach Zustimmung des damaligen Ortsbürgermeisters Nikolaus Meeth, Gemeindeland für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen, wurde durch die Jugendlichen eine Spendenaktion im Dorf durchgeführt, so dass der finanzielle Grundstock bald gelegt war. Der Aushub des Fundaments auf steinigem Fels bereitete den jugenlichen Helfern große Schwierigkeiten, so daß Sprengarbeiten unter fachlicher Leitung zur Fertigstellung des Fundaments erforderlich waren. Ein eigens beauftragter Grottenbauer erstellte zunächt ein Modell aus Gips. Nach diesem Modell richtete sich der Bau der Grotte am Kirchberg.

Das benötigte Lavagestein wurde von der Dorfjugend aus der Strohner Lavagrube mit Viehgespannen zur Baustelle befördert. So brachte schließlich vieler fleißiger Hände Arbeit den erzielten Erfolg und die Grotte wurde am 1. Mai 1936 feierlich, verbunden mit einem großen Dorffest, von Pastor Dr. Keller eingeweiht. Heute steht sie als Schmuckstück und als Gebetsstätte nahe der St. Andreas Kirche und wird von vielen Besuchern bewundert.